Grundwerte

Kernstatement

Die Gemeinden des Bundes ETG wollen Menschen rufen, durch den Glauben an Jesus Christus in die Gemeinschaft mit Gott und Mitmenschen zu kommen. Sie sollen zu einem Leben nach Gottes Willen angeleitet bzw. ausgerüstet werden. Die Gemeinden sind ein täuferisch/freikirchlicher Bund und helfen einander, ihre gemeinsamen Werte zu leben.

Grundwert 1 - christuszentriert

Unsere Lehre (Theologie), welche sowohl in der Predigt wie auch in Kleingruppen weitergegeben wird, soll immer Jesus Christus als Retter und Herrn im Zentrum haben (christozentrische Theologie).

Grundwert 2 - gemeinschaftsorientiert

Das täuferische Erbe der ETG prägt unser Verständnis von Gemeinschaft. Die durch freiwilligen Entscheid verbindlich gelebte Gemeinschaft, welche im Glauben an Jesus Christus begründet ist, bedeutet uns viel.

  • Gemeinschaft mit Gott wird durch Gebet gefördert.
  • Gemeinschaft in Ehe und Familie bewirkt Achtung und Respekt.
  • Alleinstehende werden integriert.
  • Kinder und Jugendliche sind geliebt, angenommen und fühlen sich in der Gemeinde zuhause.
  • Die engste und verbindlichste Form der Gemeinschaft sind Kleingruppen. Wir empfehlen allen Gemeindegliedern, sich in Kleingruppen zu beteiligen.
  • Gemeinschaft unter einander wirkt dem Zeitgeist des Individualismus und Pluralismus entgegen.
Grundwert 3 - gabenorientiert

In allem Planen, Organisieren, Vorbereiten und Arbeiten im Rahmen der Gemeinde sind wir uns bewusst, dass nur Gottes Geist Leben schaffen kann. Ziel der Wirksamkeit des Heiligen Geistes ist die Verherrlichung von Jesus Christus und der Aufbau seiner Gemeinde. Gott schenkt der Gemeinde nicht nur Aufgaben, sondern durch seinen Geist auch die nötigen Gaben. Alle Gemeindeglieder sollen ihren Gaben gemäss eingesetzt werden. Zur besseren Abdeckung spezieller Arbeitsbereiche werden voll- oder teilzeitlich Mitarbeitende angestellt.

Zum Einsatz der Gnadengaben (Charismen) halten wir uns an folgende Leitlinien:

  • Wir fördern die breitabgestützte Mitarbeit aller Gemeindeglieder gemäss der vorhandenen Gaben und Kräfte. Alle sollen herausgefordert, jedoch niemand überfordert werden.
  • Wir anerkennen alle im neuen Testament aufgeführten Gnadengaben. Wir sehen aber keine besondere Betonung einzelner Gaben.
  • Alle Gaben sollen zum persönlichen Dienst befähigen und zum Nutzen der Gemeinde eingesetzt werden.
  • Gaben sind nicht Beweismittel eines geisterfüllten Lebens.
  • Liebe und verbindliche Gemeinschaft (Frucht des Geistes) und Befähigung zum Dienst (Gaben des Geistes) sind gleichermassen Wirkungen des Geistes Gottes und sollen in gesundem Gleichgewicht zueinander stehen.
Grundwert 4 - auftragsorientiert

Wir sind beauftragt, durch unseren Dienst am Mitmenschen Gottes Liebe sichtbar zu machen und allen Menschen auf vielfältige Art das Evangelium von Jesus Christus weiterzugeben. Qualitatives und quantitatives Wachstum gehört zum Ziel unserer Gemeinden. Reich Gottes wird so gebaut.

Menschen sollen im Glauben und in der Gemeinschaft gefestigt werden und gleichzeitig dafür sorgen, dass andere zum persönlichen Glauben an Christus finden und in die Gemeinde integriert werden können.

Grundwert 5 - bundesorientiert

Leib Christi und unsere Eigenständigkeit als ETG

Wir verstehen uns als Teil des weltweiten Leibes Christi. Wir pflegen Beziehungen mit Christen anderer Denominationen,ebenso suchen wir diese zur weltweiten Gemeinschaft der Evangelischen Täufergemeinden.

Als Bund sind wir Mitglied des Verbandes evangelischer Freikirchen und Gemeinden der Schweiz (VFG).Viele Gemeinden arbeiten im Rahmen der evangelischen Allianz oder ähnlichen Zusammenschlüssen mit.

Beziehung der Lokalgemeinden zum Bund ETG

Die geistliche Leitung der Ortsgemeinden wird von Ältesten und/oder Gemeindeleitungen wahrgenommen. Zweck und Aufgaben des Bundes sind in dessen Statuten umschrieben. "Bund" heisst, dass die Gemeinden in einer verbindlichen Gemeinschaft zueinander stehen. Das schliesst mit ein – speziell innerhalb der 4 definierten Regionen - zusammenzustehen, sich gegenseitig zu helfen.

Die Bundesleitung ist eine Dienststelle für die Gemeinden,der Leitungs-, Planungs-, Koordinations- und Beratungsfunktion zufällt. Die Gemeinden sind angehalten, mit der Bundesleitung zusammen zu arbeiten. Fachkommissionen und Werke sind in der Regel eigenständige Institutionen. Als Mitglieder im Bund verfolgen sie dieselben Ziele. Die finanziellen Bedürfnisse werden durch Mitglieder- und freiwillige Beiträge gedeckt.